Die Nebennieren (lat. Glandulae suprarenales) sind endokrine Drüsenpaare, die sich oberhalb der oberen Nieren beim Menschen befinden. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation des Stoffwechsels und bei der Anpassung des Körpers an widrige Umstände (Reaktion auf stressige Begleitumstände). Die Nebennieren bestehen aus zwei Strukturen – der kortikalen Substanz und der Medulla, die vom Nervensystem reguliert werden.

Die Gehirnsubstanzen – Adrenalin und Noradrenalin – sind die Hauptquelle für Katecholaminhormone im Körper. Einige der Zellen der kortikalen Substanz gehören zum System “Hypothalamus – Hypophyse – Nebennierenrinde” und dienen als Quelle für Kortikosteroide.

 

Die Nebenniere hat nichts mit der Niere zu tun

Jeder hat zwei Nebennieren: Die Rechte hat eine dreieckige Form, die linke sieht aus wie ein Halbmond. Auch wenn der Name es nahe legt: “Funktional haben sie nichts mit den Nieren zu tun. Die einige Zentimeter großen Objekte verdanken ihre Bezeichnung ihrer Position; Sie befinden sich oben auf jeder Niere. Die Hauptaufgabe der Nebennieren ist die Bildung von Hormonen, weshalb sie auch als Drüsen bezeichnet werden.

 

Nebennierenhormone beeinflussen den Stoffwechsel

Das Besondere: Jede Nebenniere besteht aus inneren und äußeren Teilen, die jeweils unterschiedliche Funktionen erfüllen. Die Nebennierenrinde befindet sich außerhalb. In diesem Bereich der Drüse werden mehr als 40 Hormone produziert, von denen die wichtigsten Cortisol-, Aldosteron- und Sexualhormone sind. So beeinflusst der Körper den Stoffwechsel und beispielsweise die Zuckerbildung im Blut, baut Fett ab, wirkt entzündungshemmend und reguliert den Salz- und Wassergehalt. Er ist auch mitverantwortlich für die Spermienproduktion, das sexuelle Verlangen oder die Potenz.

 

Hormonfunktion der Nebennierenrinde

Glukokortikoide

Cortisol beeinflusst hauptsächlich den Stoffwechsel. Dieser erhöht die Bildung von neuem Zucker, baut Fett ab und steigert den Proteinabbau. Darüber hinaus wirkt es entzündungshemmend und unterdrückt das Immunsystem. Cortisol ist neben Katecholaminen ein wichtiges Stresshormon. Es reagiert jedoch langsamer als die Katecholamine von Adrenalin oder Noradrenalin.

 

Aldosteron

Aldosteron und andere Mineralocorticoide sorgen für den Salz- und Wasserhaushalt. Sie liefern eine konstante Konzentration an Natrium und Kalium. Sie bewirken, dass in den Nieren und im Darm Natrium in das Blut aufgenommen wird. Das Blutvolumen steigt, da Natrium Wasser bindet. Dadurch erhöht der Körper den Blutdruck.

 

Androgene

Androgene sind Sexualhormone, die in Testosteron, Sexualhormone im Körper, umgewandelt werden. Lediglich der zwanzigste Teil der Androgene stammt bei Männern aus der Nebennierenrinde. Die restlichen 95 % werden in den Hoden gebildet. Das Testosteron-Hormon begünstigt das Wachstum und die Funktion von Penis und Hodensack, reguliert die Spermienproduktion, stimuliert das Haarwachstum im Körper, erhöhen das sexuelle Verlangen und die Potenz und helfen auch, Muskeln aufzubauen. Bei Frauen manifestiert sich ein Androgenüberschuss durch Akne und Anzeichen einer Maskulinisierung, wie tiefer Stimme, fehlenden Regeln, Maskulinisierung der Körperproportionen und einer Vergrößerung der Klitoris. 

 

Hormonelle Drüsen reagieren auf Stress

Das Innere der Nebennieren wird Nebennierenmark genannt. Seine Aufgabe ist es, die Hormone Adrenalin und Noradrenalin zu produzieren. Zwei Stresshormone werden in sogenannten Angstsituationen wie Angst oder Stress freigesetzt und erhöhen Herzfrequenz, Atmung und Blutdruck. Sie sorgen auch dafür, dass sich die Muskeln zusammenziehen. So bereiten Hormone den Körper auf Stress vor. In der Steinzeit bedeutete dies beispielsweise Flucht oder Kampf.

 

Zu wenig Cortisol ist lebensbedrohlich

Erkrankungen sind  gefährlich. Begründung. Das hormonelle Gleichgewicht ist gestört, der Körper produziert zu viele oder zu wenige Hormone. Die Folgen einer Funktionsstörung sind unterschiedlich: Wer beispielsweise zu viel Cortisol im Körper hat, leidet unter der sogenannten Hauptfettsucht: Die Betroffenen haben dünne Arme und Beine, aber Fettansammlungen an Bauch und Nacken. Typisch sind auch rote Hautstreifen, Diabetes und Bluthochdruck.

Andererseits macht sich zu wenig Cortisol, auch Addison-Krankheit genannt, durch Gewichtsverlust oder Müdigkeit bemerkbar. Im schlimmsten Fall kann die Addison-Krise auftreten. Patienten erleben einen lebensbedrohlichen Schock mit einem plötzlichen Blutdruckabfall.

 

Was ist die Funktion der Nebenniere?

Die Funktion des gepaarten Organs ist die Produktion und Sekretion verschiedener lebenswichtiger Hormone.

Adrenalin und Noradrenalin, zwei “Stresshormone”, werden im Nebennierenmark exprimiert. Sie werden in kleinen Körnchen gelagert und gelangen in stressigen und ängstlichen Situationen in die Blutbahn – immer dann, wenn es wichtig ist, in kurzer Zeit so viel Energie wie möglich zu haben, um zu rennen oder zu kämpfen. Der Körper liefert diese Energie in Form von Zucker.

Acetylcholin, ein Bote des Nervensystems, trägt zur Freisetzung von Katecholaminen bei. Adrenalin und Noradrenalin erhöhen Herzfrequenz und Blutdruck, beschleunigen die Atmung, erweitern die Atemwege und bereiten die Muskeln auf Verspannungen und eine schnelle Reaktion vor. Gleichzeitig werden Systeme geschlossen, die zu diesem Zeitpunkt nicht benötigt werden (z. B. der Magen-Darm-Trakt).

 

Ursachen der Nebennierenermüdung

Inzwischen sollte klar sein, dass Stress die Hauptursache für Nebennierenermüdung ist. Dies ist jedoch nicht nur emotionaler Stress, der Ihre Nebennieren betrifft. Nachfolgend finden Sie eine Liste der versteckten Ursachen, die Ihren Körper überlasten und die Fähigkeit verringern, angemessen auf stressige Ereignisse zu reagieren.

Die Ursachen der Nebennierenschwäche sind:

 

Behandlung der Nebennierenschwäche

Natürlich kann die Nebennierenschwäche behandelt werden. Es handelt sich dabei um eine chronische Überlastung mit einer folgenden Ermüdung, nicht um die Zerstörung von Gewebe. In den meisten Fällen ist es allerdings leider nicht ausreichend, sich lediglich Ruhe zu gönnen und abzuwarten, wann die Regeneration der Nebennierenschwäche von alleine vollzogen wurde. Besonders, wenn die Nebennierenschwäche bereits die Stadien 3 oder 4 erreicht hat, sollte eine spezielle Behandlung angestrebt werden, die aus therapeutischen, regenerierenden Schritten besteht. Besonders Ausdauer und Geduld ist während diesem Prozess der Wiederherstellung wichtig.

Zu Beginn sollte vorausgeschickt werden, dass viele Behandlungsansätze aus dem Bereich der Medizin und der Naturheilkunde langfristig die Nebennierenschwäche eher verschlechtern als verbessern. Ebenfalls können die stimulierenden Eigenschaften von pflanzlichen Therapeutika, wie Ingwer, Maca, Ginseng oder Süßholzwurzel, die Nebennierenschwäche eher unterstützen als lindern. Der Patient fühlt sich hier zu Beginn der Therapie zwar erst besser, da vermehrt Cortisol ausgeschüttet wird. Die langfristigen Folgen sind allerdings negativ für die Schwäche der Nebennieren.

Wenn die Nebennierenschwäche behandelt werden soll, ist es das wichtigste, die Faktoren zu vermeiden, welche ursprünglich zur Ausbildung der Nebennierenschwäche geführt haben. Normalerweise dauert der Heilungsprozess circa zwischen drei Monaten und zwei Jahren. Dieser verläuft nur selten konstant, sondern zeigt in der Regel viele Höhen und Tiefen auf. Die wichtigsten Schritte, um die Nebennierenschwäche zu beseitigen, sind die folgenden:


1. Stressfaktoren eliminieren

Oft kommen die Krankheitsfaktoren aus der Außenwelt, die bei der Ausbildung einer Nebennierenschwäche eine Rolle spielen. Dies kann beispielsweise Überforderung im Beruf sein. Dies ist natürlich nicht die direkte Ursache, sondern vielmehr der daraus resultierende emotionale Stress.

Auch innere, nicht sichtbare Stressfaktoren können der Heilung der Nebenierenschwäche im Weg stehen. Oft haben sich die Patienten bereits schon selbst darum gekümmert, den Stress von außen so weit wie möglich zu reduzieren. Die inneren Prozesse sind hier aber wesentlich problematischer. Die Heilung wird oft durch subakute Infektionen in Kombination mit chronischen Belastungen verhindert. Wenn diese Ursachen nicht eliminiert werden, können die normalen Therapien keine Wirkung zeigen.Wenn es sich um Bakterien, wie Rickettsiose oder Borreliose handelt, kann eine Antibiotika-Therapie Abhilfe schaffen. Allerdings sind oft auch Pilze und Viren beteiligt, weshalb die beste Wahl immer eine integrative Behandlung darstellt.



2. Pausen zur Erholung schaffen

Das Einrichten ausreichender Ruhephasen ist essentiell, um gegen die Nebennierenschwäche zugehen. Bei Müdigkeit sollte dieses Signal des Körpers beispielsweise ernst genommen werden. Auch das tägliche Zu-Bett-Gehen sollte jeden Tag um die gleiche Uhrzeit, möglichst gegen 22.00 Uhr stattfinden. Die Nebennieren bekommen bei den rechtzeitigen Ruhezeiten die Chance, sich zu regenerieren. So sind sie den neuen Anforderungen am nächsten Tag besser gewachsen. Falls es möglich ist, ist es ebenfalls empfehlenswert, in der Zeit zwischen 8 Uhr und 9 Uhr am Morgen zu schlafen. Außerdem sollte der Raum, in dem geschlafen wird, immer möglichst gut abgedunkelt sein, damit die Melatonin-Produktion nicht gestört wird.



3. Die Ernährung anpassen

Um die Nebennieren zu entlasten solle das richtig Verhältnis von Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten in die Ernährung integriert werden. Die Nebennieren werden durch den Konsum von Tee und Kaffee stimuliert, langfristig kann dies zu einer Erschöpfung beitragen. Bei der Behandlung der Nebennierenschwäche ist eine unpassende und vitalstoffarme Ernährung einer der größten Hinderungsgründe für einen Therapieerfolg. Die Ernährung muss unbedingt im biochemischen Sinne an den angeschlagenen Stoffwechsel der Nebennieren angepasst werden.
 
Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index sollten bei einer Nebennierenschwäche vermieden werden



4. Fitness und Sport integrieren

Um Stress zu reduzieren besteh die natürlichste und effektivste Methode in der körperlichen Betätigung. Außerdem wird dadurch auch die Belastbarkeit und körperliche Vitalität gestärkt. Durch Sport wird die Konzentrationsfähigkeit erhöht und er wirkt wie ein natürliches Antidepressiva. Die Blutzirkulation, die Immunabwehr und die Ausschüttung der körpereigenen Endorphine wird durch die sportliche Betätigung erhöht. So können sich SD-Hormon-, Wachstumshormon-, Blutzucker-. Insulin-. und Cortisolspiegel effizienter normalisieren.

Bei der Therapie einer Nebennierenschwäche kommt es aber speziell darauf an, das Training auf kleine Einheiten zu begrenzen, die keine allzu große Anstrengung Erdordern. Wenn eine zu große Erschöpfung nach dem Training eintritt, dann kann dies für die gesamte Behandlung einen großen Rückfall bedeuten. Übertraining muss also in jedem Fall vermieden werden. Empfehlenswert sind leichte Trainings, wie zügiges Gehen oder das Steigen von Treppen. Auch empfehlenswert ist beispielsweise Trampolinspringen, da hier der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt.


Zusammenfassung: Das kann bei einer vorliegenden Nebennierenschwäche unternommen werden:

  • falls möglich, sollte bis 9.00 Uhr morgens geschlafen werden
  • das Frühstück sollte nicht ausfallen gelassen werden
  • erste Nahrungsaufnahme sollte früh am Tag stattfinden
  • Morgens ein Glas Wasser trinken das circa einen TL Salz enthält
  • Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee vermeiden
  • öfter Dinge tun, die Spaß bereiten
  • Sport und Bewegung
  • Getreideprodukte wie beispielsweise Brot vermeiden
  • stärkehaltige Lebensmittel wie beispielsweise Kartoffeln vermeiden
  • Veränderte Fette vermeiden, beispielsweise Pommes oder industriell gefertigte Backwaren
  • Viel Lachen
  • Ausreichende Versorgung mit Magnesium, Vitamin C, Vitamin E und Vitamin B5
  • Enzymreiche und frische Lebensmittel bevorzugen
  • Übermüdung vermeiden
  • Lebensmittel mit hohem glykämischen Index vermeiden
  • Bettruhe ab 22 Uhr einhalten

 

Wichtige Fragen und Antworten zum Thema Nebennierenschwäche

In einer stressgeplagten und gehetzten Gesellschaft kommen immer mehr Krankheitserscheinungen auf, die im direkten oder indirekten Zusammenhang mit der psychischen und körperlichen Belastung stehen. Auch die Nebennierenschwäche gehört zu den Krankheiten, die durch gewisse Störfaktoren begünstigt wird. Der folgende Ratgeber befasst sich mit den wichtigsten Fragen und Antworten, rund um das Thema Nebennierenerschöpfung, wie man die Krankheit erkennt, behandelt und welche Präventionsmaßnahmen in Frage kommen.  

 

Wie macht sich eine Nebennierenschwäche bemerkbar?

Der Erschöpfungszustand der Nieren ist nicht mit einer Niereninsuffizienz zu vergleichen, denn es liegt lediglich eine Verringerung der Leistungsfähigkeit vor. Bei der Niereninsuffizienz hingegen, ist vom Nierenversagen die Rede. Eine Erschöpfung des Organs macht sich besonders bei Personen bemerkbar, die unter andauerndem Stress leiden. Wenn der menschliche Körper ständig Stresshormone ausschüttet, so wird die Hormonproduktion innerhalb der Niere gestört oder durcheinandergebracht. Geschwächte Nebennieren können den Stress nicht mehr regulieren und nicht mehr wie gewohnt abbauen. Typische Symptome einer Ermüdung der Nebennieren sind:

 

Wer kann eine Nebennierenschwäche bekommen?

Nahezu Jedermann kann an der Nebennierenschwächeg erkranken. Jeder Mensch reagiert auf andere Art und Weise auf Stresssituationen, daher die Medizin keine genauen Angaben dazu machen. Jedoch gibt es gewisse Risikogruppen, die besonders gefährdet sind. Personen, die in der Vergangenheit häufig verletzt waren, Menschen die unter Allergien leiden und Leute die regelmäßigen Umweltbelastungen und Giften ausgesetzt sind, können leichter eine Nebennierenerschöpfung bekommen. Zudem erkranken Menschen wesentlich häufiger, wenn sie in der Vergangenheit unter Infektionskrankheiten gelitten haben. Des Weiteren ist das Risiko hoch, wenn man dauerhaftem Stress ausgesetzt ist. Der psychische Druck und eine hohe emotionale Belastung, können eine Nebennierenerschöpfung begünstigen. Gesellschaftlicher Druck, Stress im Berufsleben und körperlicher Stress, verursacht durch eine Vielzahl von Vorerkrankungen, können eine Nebennierenschwächeg hervorrufen. Ein weiterer Faktor sind schlechte und nährstoffarme Ernährung.  

 

Welche Ursachen hat eine Nebennieren-Erschöpfung?

Zahlreiche Gründe und Faktoren spielen bei diesem Krankheitsbild eine Rolle. Die Medizin konnte jedoch vier mögliche Gründe festgelegt, die hauptsächlich für eine Nebennierenerschöpfung sprechen.

 

Vorerkrankungen als Vorboten einer Nebennieren-Erschöpfung

Personen, die in früheren Tagen unter Krebs, Bronchitis, Grippe, Aids oder unter bestimmten Autoimmun-Krankheiten gelitten haben, sind häufiger vom Krankheitsbild betroffen. Deshalb kann man als die erste mögliche Ursache, die Krankheitsgeschichte des Patienten zu Grunde legen.

 

Psychische Belastung durch Stress als Ursache für eine Nebennierenschwäche

Psychischer Stress entsteht hauptsächlich dann, wenn die Person dauerhaft belastet ist. Doch nicht nur mentaler Stress begünstigt die Erkrankung. Psychischer Stress wird dem Körper zugefügt, wenn z.B. eine Mangelernährung vorliegt oder wenn der Patient durch ein Suchtverhalten belastet ist. Auch vermehrte, chirurgische Eingriffe können den Menschen psychisch unter Druck setzen und als Ursache für die Erkrankung genannt werden.

 

Emotionale Belastung als Grund für eine Nebennierenschwäche

Die emotionale Belastung eines Menschen kann sich eine Nebennierenerschöpfung begünstigen. Emotionaler Stress kann im Alltag entstehen, bei der Arbeit und Zuhause.

 

Physische Belastung als Ursache für die Nebennieren-Erschöpfung

Wer sich ständigen Umweltgiften und Belastungen aussetzt und die Gifte aus Luft, Wasser und aus den Lebensmitteln zu sich nimmt, geht das Risiko ein, an einer Nebennierenschwäche zu erkranken. Auch Gifte, die sich in der getragenen Kleidung befinden, werden über die Haut aufgenommen und belasten den Körper.  

 

Wo befinden sich die Nebennieren im Körper?

Betrachtet man das menschliche Innenleben, dann kann man die Nebennieren oberhalb der Nieren finden. Hierbei handelt es sich um zwei Drüsen, die jeweils etwa die Größe einer Weintraube haben. Die Nebennieren sind unterhalb der Rippen, im Rückenbereich angeordnet.

 

Wie häufig tritt eine Nebennieren-Erschöpfung in der Gesellschaft auf?

Das Krankheitsbild zählt zu den häufigen Krankheiten der westlichen, zivilisierten und stressgeplagten Bevölkerung. Die Mediziner gehen davon aus, dass in den westlichen Industrienationen mehrere Millionen Menschen von der Erkrankung betroffen sind.  

 

Ist die Nebennierenschwäche eine heilbare Krankheit?

Mit der richtigen Therapie ist die Erkrankung heilbar. Maßgeblich für den positiven Genesungsverlauf ist die ausgewählte Behandlungsmethode. Sport, eine gesunde Ernährung und weniger Stress sind die wichtigsten Faktoren für eine Genesung.

 

Wer kann von der Erkrankung betroffen sein?

Von einer Nebennierenschwäche kann jeder Mensch betroffen sein. Egal ob jung oder alt, die Krankheit wird bei einer Vielzahl von Personen diagnostiziert. Besonders auffällig ist, dass vor Allem sehr alte Personen und sehr junge Menschen anfälliger für Stresssituationen sind und somit häufiger von einer Nebennieren-Erschöpfung betroffen sein können. Raucher setzen sich mit jeder Zigarette unter großen Stress, ohne es zu wissen und gefährden Ihren Körper. Bei Langzeitrauchern kann sich durchaus eine Nebennierenschwäche einstellen, erst recht, wenn die Nebenniere durch andere Faktoren dauerhaft belastet ist. Besonders gefährdet sind Alleinerziehende, unfreiwillig Arbeitslose, Mobbing-Opfer, Schichtarbeiter, Menschen in unglücklichen Paarbeziehungen und alle, die sich dauerhaft in psychisch belastenden Situationen befinden.  

 

Die Nebennierenschwäche und der Krebs – Steht die Chemotherapie in Verdacht, die Nebennierenschwäche auszulösen?

Durch die psychische und physische Belastung des Körpers ist es gut möglich, dass sich eine Nebennierenschwäche einstellt. Der Stress, der dem Körper zugeführt wird, wirkt sich negativ auf die Nierenfunktion aus und kann diese erheblich schwächen. Chronische Krankheitsbilder und Krebserkrankungen werden häufig mit der Nebennierenerschöpfung in Verbindung gebracht.  

 

Wird die Schilddrüse durch die Nebennierenschwäche belastet?

Die Schilddrüsenunterfunktion wird am häufigsten mit einer Nebennieren-Erschöpfung in Verbindung gebracht. Laut medizinischer Studien, leiden in etwa 80% aller Patienten, die an einer Nebennieren-Erschöpfung erkrankt sind, an der Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion).  

 

Ist man gefährdeter für Infektionen, wenn man eine Nebennierenschwäche hat?

Ja, wer eine Nebennieren-Erschöpfung hat, der hat zugleich ein geschwächtes Immunsystem und ist durch verschiedenste Infektionskrankheiten besonders gefährdet. Beispielsweise werden häufige Infektionskrankheiten, wie z.B. Bronchitis oder eine Lungenentzündung, mit der Nebennieren-Erschöpfung in Verbindung gebracht.  

 

Steht die Nebennierenschwäche mit anderen Krankheiten in Verbindung?

Vor Allem bei der Fibromyalgie (Weichteilrheumatismus) oder bei Depressionen, kann man eine direkte Verbindung zur Nebennierenerschöpfung herstellen. Häufig erleiden Personen, die an Fibromyalgie erkranken, zu erst an einer Nebennierenschwäche. Auch Menschen, die an HIV leiden oder an Hepatitis C, haben diese Erkrankung ziemlich häufig.  

 

Welche Anzeichen und Symptome treten auf, wenn man an einer Nebennierenschwäche leidet?

Betroffene Patienten klagen über viele Symptome und Beschwerden, z.B. geschwollene Beine und geschwollene Knöchel können ein Anzeichen für eine Nebennierenerschöpfung sein. Wer unter Allergien leidet, ist ohnehin anfälliger für eine Erschöpfung der Nebennieren. Frauen leiden häufig an einer Zyklusstörung, wenn Sie einen Erschöpfungszustand erleiden. Wechseljahresbeschwerden und eine Veränderung der Stärke und der Dauer der Menstruation, können Symptome sein, die für dieses Krankheitsbild sprechen.  

 

Welchen Einfluss hat das Körperhormon Cortisol auf die Nebennierenschwäche?

Durch den permanenten Stress wird die Hormonproduktion im Körper negativ beeinflusst und diese kann mit der Zeit aus den Fugen geraten. Das lebenswichtige und elementare Körperhormon in der Nebenniere, das Cortisol, wird durch vermehrten Stress nur in geringer Konzentration hergestellt. Da Cortisol eine entzündungshemmende Wirkung im Körper hat, wird der Körper durch die fehlende Substanz belastet. Der Mensch ist wesentlich anfälliger für Infektionen und Allergien.  

 

Wie kann sich die Nebenniere von der Krankheit erholen?

Es ist möglich, dass sich die Nebenniere von dem Erschöpfungszustand erholt. Hierfür benötigt der Mensch jedoch vor allem Ruhe. Stress sollte er dringend vermeiden, damit sich die Nebenniere wieder erholen kann. Trifft den Erkrankten jedoch während der Krankheitsphase ein schwer zu bewältigender Schicksalsschlag, dann erholt sich der Körper wesentlich langsamer und er kämpft mit der Bewältigung des angehäuften Stresses. Wer nur kurzfristig von der Nebennierenerschöpfung betroffen ist, zum Beispiel kurz nach einem chirurgischen Eingriff, dann kann sich der Körper schnell von der Krankheit erholen.  

 

Kann sich die Nebennierenschwäche chronisch fortsetzen?

Ja, es ist durchaus möglich, dass sich bei einigen Patienten, ein chronischer Krankheitsverlauf durchsetzt. Gerade wenn die Stresszeiten dauerhaft angehalten haben, oder zu großer Stress auf die Person eingewirkt hat, ist es möglich, dass sich die Nebenniere nicht von der Belastung erholen kann. Auch bei Menschen, die einen allgemeinen, schlechten Gesundheitszustand haben, kann sich eine chronische Nebennieren-Erschöpfung bemerkbar machen.

 

Kann man eine Nebennierenschwäche mit einem Test erkennen?

Es ist durchaus möglich, die Krankheit rechtzeitig zu erkennen. Hierfür kommt ein Speichel-Hormontest in Frage, der genaue Auskunft über das Stadium der Erkrankung geben kann. Es gibt weitere, spezifische Tests, die von einem Facharzt oder Heilpraktiker durchgeführt werden müssen.

 

Kann man die Nebennierenschwäche mehrmals im Leben bekommen?

Es gibt verschiedene Krankheitsgeschichten von Patienten, die diesen Krankheitsverlauf durchlebt haben. Einige leiden an einer chronischen Nebennierenschwächeg, andere hingegen konnten sich vollständig von der Krankheit erholen. Man kann mehrmals an dieser Krankheit erkranken und dabei verschiedene Phasen durchlaufen. Mitunter sind die allgemeinen Lebensumstände ausschlaggebend für den Krankheits- und Genesungsverlauf eines Patienten.

 

 

Welche vorbeugenden Maßnahmen kann man für die Gesundheit Nebennieren ergreifen?

Wer sich umfangreich vor einer Nebennieren-Erschöpfung schützen möchte, der sollte einen bewussten und gesunden Lebensstil verfolgen. Die Umgebung, die Umwelteinflüsse und die Stressbelastung spielen eine große Rolle. Eine vorbeugende Maßnahme ist es, Stress zu vermeiden, ausgewogen und gesund zu essen und dem Körper ausreichend Ruhe und Erholung zu gönnen. Gesund ist dunkelgrünes Gemüse und eine proteinreiche Ernährung. Eine positive Lebenseinstellung kann zudem helfen, mentalen und psychischen Stress zu vermeiden. Personen, die einer Dauerbelastung ausgesetzt sind, sollten die Energiereserven mit Nahrungsergänzungsmitteln auffüllen, um die Nebennieren nachhaltig zu stärken. Eine sehr effektive Maßnahme kann man ergreifen, wenn man vorzeitig bemerkt, dass man krank wird, z.B. durch einen grippalen Infekt. Nun gilt es den Körper auf die Attacke vorzubereiten und ausreichend zu stärken. Hierfür eignen sich spezielle Nahrungsergänzungsmittel und Präparate, die gut für die Gesundheit der Nebennieren sind z.B. Vitamin C, Bioflavonoide, sowie Magnesiumpräparate und ein Vitamin-B-Komplex.  

 

Ist eine Nebennieren-Erschöpfung dasselbe wie eine Hypoadrenie?

Spricht man von einer Hypoadrenie, dann ist vom Nierenversagen die Rede, bzw. von einer sehr schwachen Funktionstätigkeit. Im schwersten Krankheitsverlauf der Nebennierenerkrankungen kommt die sogenannte Addison-Krankheit ins Gespräch. Während der Erschöpfungszustand lediglich die eingeschränkte Funktion hervorruft, beschreibt die Hypoadrenie die starke Unterfunktion der Nebenniere. Daher ist die Erschöpfung wesentlich weniger dramatisch und kann einfacher behandelt werden.  

 

Wird das Leben durch die Krankheit beeinträchtigt?

Jede Erkrankung beeinträchtigt den Betroffenen auf irgendeine Art und Weise und auch die Nebennieren-Erschöpfung vermindert die Lebensqualität. Häufig haben die Erkrankten keine Lust auf Geschlechtsverkehr, da die Nebenniere nicht ausreichend Sexualhormone produziert. Auch ein allgemeiner Abfall des Lustempfindens kann sich bemerkbar machen. Durchaus ist es möglich, dass eine Person, die an Nebennierenschwäche leidet, nur eine verringerte Leistungsfähigkeit für den Alltag aufbringen kann.  

 

Die Diagnose – So erkennt der Arzt oder Heilpraktiker die Nebennieren-Erschöpfung

Viele Fachärzte haben mit der Auswertung der Tests ihre Probleme, denn diese gestaltet sich ziemlich kompliziert. Die Addison-Krankheit beispielsweise, wird von vielen Ärzten erkannt, eine Nebennierenschwäche ist für den Arzt wesentlich schwieriger zu erkennen. Zuverlässige Ergebnisse liefert der Speichel-Hormontest. Zielgerichtete Ärzte und Heilpraktiker versuchen weitere Fragen zu klären und händigen entsprechende Fragebögen aus, die Symptome und Beschwerden näher beschreiben.  

 

Ist das Risiko einer Nebennierenschwäche vererbbar?

Genaue Angaben können die Ärzte und Mediziner zu dieser Frage nicht machen, denn es liegen keine ausreichenden Beweise vor. Es ist jedoch davon auszugehen, dass eine erbliche Grundlage gegeben ist, wenn beide Elternteile von einer chronischen Nebennieren-Erschöpfung betroffen sind. Zudem spekulieren die Ärzte, ob es sein kann, dass die Krankheit von einer betroffenen Mutter an das ungeborene Kind weitergegeben wird, wenn diese während der Empfängnis an der Krankheit leidet. Fachärzte gehen hier von einer Wahrscheinlichkeit von 50% aus.  

 

Braucht man rezeptpflichtige Medikamente, um die Krankheit zu behandeln?

In der Regel kann man eine Nebennieren-Erschöpfung mit Medikamenten behandeln, die keiner Verschreibungspflicht unterliegen. Im schweren Krankheitsfall kann man jedoch auf die verschreibungspflichtigen Arzneien zurückgreifen. Wichtig für die Genesung sind vor allem eine gesunde Ernährung, Ruhe und Bewegung.  

 

Wie schätzen Ärzte eine Nebennierenschwäche ein?

Zu wenige Ärzte kennen sich ausreichend im Bereich der Nebennierenschwäche aus und tun sich schwer, die Testergebnisse richtig zu deuten. In vergangener Zeit wurde dieser Erkrankung viel zu wenig Beachtung geschenkt und Mediziner haben die Krankheit regelrecht ignoriert, obwohl das Krankheitsbild seit ca. 100 Jahren bekannt ist. Auch heute noch kann es vorkommen, dass der Patient einem Arzt begegnet, der dieser Krankheit nicht mit dem notwendigen Ernst begegnet. In diesem Fall lohnt es sich eine zweite Meinung von einem Arzt einzuholen, der sich mit der Materie auseinandergesetzt hat und Facharzt in diesem Gebiet ist.  

 

Ist man risikogefährdet, wenn man durch körperliche Einschränkungen keinen Sport treiben kann?

Menschen mit körperlichen Einschränkungen fragen sich sicherlich, ob sie zur Risikogruppe gehören, da es ihnen an ausreichend Bewegung fehlt. Der Bewegungsmangel allein, ist nicht dafür bekannt eine Nebennieren-Erschöpfung auszulösen. Es können zahlreiche Faktoren zur Erkrankung führen, daher sollte man in solch einem Fall, besonders auf die allgemeine Lebensweise achtgeben.  

 

Kann eine Schwangerschaft der Auslöser für eine Nebennieren-Erkrankung sein?

Es ist nicht bekannt, dass Frauen durch die Schwangerschaft an der Nebennierenschwäche erkranken, denn der Fötus produziert selbst körpereigene Hormone und das in einer wesentlich höheren Konzentration. Das ungeborene belastet den weiblichen Körper nicht in dieser Hinsicht. Es kann jedoch sein, dass eine komplizierte Schwangerschaft zur Krankheit führen kann, da sich dann dauerhafter Stress bemerkbar macht. Entspannungsübungen können dabei helfen, die Ängste vor der Geburt in den Griff zu bekommen.  

 

Wird die unbehandelte Krankheit im Laufe der Zeit schlimmer?

Eine Nebennieren-Erschöpfung kann sich durchaus zu einer schwereren Krankheitsform etablieren, wenn sie unbehandelt bleibt. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die Krankheit verschlimmert, wenn keine geeignete Therapiemaßnahme erfolgt. Die Addison-Krankheit zählt zum größten Teil, zu den Autoimmunerkrankungen, ein geringer Risikoanteil ist der Lebenshaltung zuzuschreiben.  

 

Wie kann man die Nebennieren vor einem operativen Eingriff schützen?

Wird man operativ behandelt, ist der Körper enormen psychischen, emotionalen und physischen Belastungen ausgesetzt. Darum empfiehlt es sich präventiv zu handeln und Vorsorgemaßnahmen einzuläuten, wenn ein OP-Termin feststeht. Man kann die Nebennieren vor der Operation stärken und z.B. Vitaminkuren, Magnesiumtabletten oder Pantothensäure kann zur vorbeugenden Maßnahme eingenommen werden. Mit einigen wirkungsvollen Entspannungsübungen kann man versuchen Stress abzubauen und die Ängste vor der OP loszulassen. Es gilt, sich mental auf den Eingriff vorzubereiten, um schneller wieder gesund zu werden.  

 

Fazit 

Eine Nebennierenerkrankung kann viele Ursachen haben und es ist schwer den Risikofaktoren aus dem Weg zu gehen. Immer mehr Krankheiten treten auf, die dem Stress zuzuschreiben sind. Wer sich vor verschiedensten Krankheiten schützen möchte, der sollte einen Gang hinunterschalten und versuchen zur Ruhe zu kommen. Haben sich die ersten Symptome einer Nebennierenschwäche bemerkbar gemacht, ist es ratsam einen Hormon-Speicheltest durchzuführen. Es gibt viele wirksame Medikamente, auch auf naturheilkundlicher Basis, die bereits vielen Patienten geholfen haben. Man sollte die Anzeichen keinesfalls ignorieren und sich weiteren Folgen aussetzen. Durchaus kann sich die Krankheit verschlimmern und erhebliche Beeinträchtigung nach sich ziehen. Begegnet man einem Arzt, der die notwendige Kompetenz im Fachgebiet nicht aufbringen kann, sollte man sich nicht beeinflussen lassen und eine zweite Arztmeinung einholen. Viele Ärzte sind nicht ausreichend informiert und geben womöglich falsche Auskünfte. Grundsätzlich sollte für jeden der gesunde Lebenswandel im Fokus stehen. Eine gesunde Ernährung, Sport und Bewegung, wenig Stress und die psychische und körperliche Balance helfen dabei, die Risiken einzudämmen. Wer sich einer baldigen Operation unterziehen muss, der kann vorbeugende Maßnahmen treffen und die Nebennieren ausreichend stärken. Hierzu stehen äußerst wirksame Präparate zur Verfügung, die den Nieren Kraft geben und sie auf schwierige und belastende Situationen vorbereiten. Die Gesundheit der Nieren sollte von besonderer Bedeutung sein, denn Sie regulieren und steuern die Hormonbildung und filtern Gifte aus dem Körper heraus.    

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